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Germany TV Guide

06/01/2009
Time ZDF Theaterkanal
09:00

09:00 Borodin Quartett spielt Schostakowitsch
Klassik Mit Dimitrij Schostakowitsch verband das Borodin Quartett eine besondere Beziehung. Gemeinsam mit dem russischen Komponisten hat das Ensemble die meisten seiner Quartette erarbeitet. 1945 von vier Studenten in Moskau gegründet, genießt das Borodin-Quartett bis heute, wenn auch in geänderter Besetzung, weltweit einen erstklassigen Ruf. Der Film beobachtet das Borodin Quartett während des Kammermusikfestivals im finnischen Kuhmo beim Spiel der beiden Streichquartette, deren Entstehung über 20 Jahre auseinander liegt. Zwar beschrieb der Komponist aus Leningrad beide als fröhliche, lebensbejahende Werke. Sie sollten dem stalinistischen Terror und dem Sowjetregime allgemeinetwas Optimistisches entgegensetzen. Im zweiten Fall dürfte er das Gegenteil gemeint haben. Das erste Streichquartett in C-Dur (1938), entstanden nach dem legendären 'Prawda'-Artikel, der Schostakowitschs Musik als Chaos demontierte, ist ein heiteres Werk, voll von Möglichkeiten, die spieltechnische Brillanz der Musiker zu zeigen. Das achte Streichquartett in C-Moll (1960) klingt mal düster-melancholisch, mal wild aufbegehrend. Cellist Valentin Berlinsky,letztes aktives Gründungsmitglied, berichtet, dass es eine Art Autobiographie von Schostakowitsch darstellt. Sprachlos und erschüttert sei er damals aus dem Zimmer gegangen, als sie es ihm vorspielten.

09:40 Dmitri Schostakowitsch: Dem kühlen Morgen entgegen
Dokuporträt Armin Mueller-Stahl ("Die Buddenbrooks") geht in dem Dokuporträt der Frage nach: Was für ein Spiel trieb Stalin mit dem weltweit gefeierten Komponisten (1906-75)

11:00

11:00 Lyrik für alle
Johann Wolfgang von Goethe (8)
Literaturgeschichte Johann Wolfgang von Goethe (8)

11:10 Rote Schuhe
Jugendtheater Auf leerer Bühne spielen zwei Mädchen ihre Flucht aus den Slums einer südamerikanischen Großstadt, immer in Gefahr, von Killerbanden erschossen zu werden. Die roten Schuhe der toten Mutter, worin man so hervorragend tanzen kann, sind für diese zwei brasilianischen Mädchen das Requisit für märchenhafte Träume und Illusionen, bis eine von ihnen erschossen wird. Ungewöhnlich präzise und anschaulich werden die verschiedenen Situationen zwischen Todesangst und Freude, Erinnerungen und schrecklichen Zukunftsängsten und das Fluchtverlangen in einen idyllischen Süden vorgeführt.

12:00

12:05 Johnny, der Glückspilz (3)
Doku Johnny, der in einer unterirdischen Höhle eingesperrt ist, wird durch Zufall von einem Holzfäller befreit. Holzschnitzer Sebastio versorgt ihn mit Kleidung und Essen. Padre Marcelo und seine alten Freunde empfangen ihn mit großer Freude. Angelica bettelt inzwischen mit dem kleinen Johnino, den sie im Müll gefunden haben, und mit Cebolinha auf den Straßen. Johnny beschließt, zusammen mit ihr und den anderen Straßenkindern eine Familie zu gründen.

12:45 Johnny, der Glückspilz (4)
Doku Johnny und seine Freunde fliehen mit den Siedlern und mit Schwester Helena zur Kirche. Zwei Killer der Großgrundbesitzer-Mafia schießen auf Helena, treffen aber Altemor, Johnnys 11jährigen Freund. Im Namen des ermordeten Altemor demonstrieren Kinder und Erwachsene von Manaus gegen die Gewalt. Johnny will mit Angelica und den anderen Kindern im Dschungel ein neues Leben beginnen. Der Holzschnitzer Sebastiao begleitet sie. Nach langer Suche finden sie endlich einen geeigneten Platz. Sie bauen ihr Haus und legen eine Plantage an.

13:00

13:30 Choreografische Avantgarde
Stephan Thoss
Tanzdoku Stephan Thoss gehört unter den zeitgenössischen Choreografen zu den Bewegungsvirtuosen. Sein Einfallsreichtum im Schaffen neuer Bewegungen scheint schier unerschöpflich. Ausgebildet wurde er an der Dresdner Palucca-Schule - in einer Zeit, in der in der DDR das klassische Ballett hochgehalten wurde. Auch als Ballett-Direktor in Kiel, Hannover und heute in Wiesbaden lässt sich Thoss vom Geist der Freiheit leiten. Er hat sich als Element das Feuer ausgesucht. Für ihn muss Bewegung brennen, sie muss gespürt werden und soll nicht nur nachgetanzt werden.

14:00

14:00 Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58
Klassikkonzert Wie Ludwig van Beethoven von Mozarts Vorbild ausgehend zu seiner eigenen Klangsprache fand, das spiegelt sich exemplarisch in den fünf Klavierkonzerten, die heute noch als Meilensteine dieser Gattung gelten. In hohem Maße entsprach die Gesamtaufführung durch Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin daher dem Schwerpunkt des Klavier-Festivals Ruhr 2007, das sich intensiv mit dem Thema 'Mozarts Erbe: Ludwig van Beethoven' beschäftigte. Als Solist und Dirigent leitete Daniel Barenboim das Orchester vom Flügel aus. Die Staatskapelle Berlin genießt als eines der ältesten Traditionsorchester weltweit hohes Ansehen. Bedeutende Musiker wie Felix Mendelssohn-Bartholdy, Giacomo Meyerbeer, Richard Strauss und Wilhelm Furtwängler standen am Dirigentenpult des Orchesters und prägten seine Klangkultur. 1991 konnte die Staatskapelle Daniel Barenboim als Generalmusikdirektor gewinnen. Damit begann eine fruchtbare Zusammenarbeit, im Laufe derer das Orchester seine internationale Spitzenstellung bei Gastspielen von New York bis Tokio immer wieder unter Beweis stellte. Im Jahr 2000 wählte die Staatskapelle Berlin Daniel Barenboim zum Chefdirigenten auf Lebenszeit.

14:40 Werther
Opernfilm Von den zahlreichen Vertonungen romantischen Ursprungs erreicht keine zweite das Niveau von Jules Massenets 'Werther'. Im Interesse einer einheitlichen Grundstimmung vermeidet Massenet die gängigen Stilelemente der 'grand opéra': der Verzicht auf glänzende und lärmende Instrumentierung, auf Arien, Duette und Chöre bedeutete für einen französischen Komponisten jener Zeit eine enorme Selbstverleugnung. Petr Weigl will in seiner filmischen Umsetzung die 'extreme, opernhafte Emotionalität freilegen', jene 'allgemein und immer gültigen Gefühle, die einen jeden von uns anlangen können'. Das bürgerlich enge Wetzlar schien Weigl nicht der rechte Ort, um die 'emotionelle Brisanz dieses Dramas' zur Wirkung zu bringen. Er verlegte die Handlung in das 'opernhaft dramatische', barocke Ambiente von Schauplätzen in und um Prag.

16:00

16:20 da capo
Gespräch Die Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender startete ihre Karriere Anfang der 60er Jahre an der Münchner Staatsoper. 1995 sprach sie mit August Everding über Stationen ihres beruflichen wie privaten Lebens. Brigitte Fassbaender wurde als Tochter der Schauspielerin Sabine Peters und des weltberühmten Bariton Willy Domgraf-Fassbaender geboren. Durch ihren Vater erhielt sie ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule von Nürnberg (1957-1961). Noch während der Studienzeit wurde sie von Rudolf Hartmann, dem damaligen Münchner Intendanten zu einem Vorsingen an der Oper eingeladen. Sie erhielt sofort einen Vertrag und sang ab 1961 an der Bayerischen Staatsoper. Ihre Liebe zum Lied und zur sakralen Musik entdeckte Brigitte Fassbaender bereits Ende der 60er Jahre und hat sie im Laufe ihrer Karriere auch stets gepflegt. In den letzten Jahren widmete sie sogar zwei Drittel ihrer Auftritte dem Liedgesang. Ihre Konzertprogramme und Lied-Plattenproduktion lassen eine eindeutige Vorliebe für die Komponisten der Romantik erkennen: Schubert, Schumann, Mendelssohn, Brahms oder auch Hugo Wolf. 1988 übernahm sie mit dem 'Rosenkavalier' ihre erste Opernregie in München. Seitdem arbeitet sie auch auf diesem Gebiet erfolgreich. Einen bedeutenden Teil ihrer Freizeit widmet sie der Malerei. Ihre Bilder waren schon in mehreren Ausstellungen zu bewundern.

17:00

17:05 Jonathan Kreisberg Group feat. Will Vinson
Jazzkonzert Jonathan Kreisbergs furioser Karriereverlauf in den USA ist verbunden mit unzähligen Projekten, die sein weites Interessenfeld von der Klassik über den Progressive Rock bis zum Electric Jazz und den Mainstream reflektieren. Seit der Übersiedlung von Miami nach New York vor zehn Jahren spielte er unter anderem an der Seite von Jane Monheit, Dr. Lonnie Liston Smith und Lenny White. Die von der Kritik hochgelobte Besetzung der Jonathan Kreisberg Group mit Gary Versace an Piano und Hammond B3 sowie Mark Ferber am Schlagzeug besteht seit drei Jahren. Die Washington Post lobte die 'gedankenvoll ersonnenen Eigenkompositionen' von Kreisbergs aktuellem Album 'The South of Everywhere'. Mit dem aus London stammenden Will Vinson hat Kreisberg einen jungen, emporstrebenden Altsaxofonisten an seiner Seite, der sich hörbar an Jazz-Saxofonisten in den Mittdreißigern wie Chris Potter orientiert.

18:00

18:15 Seitensprung
Kabarett Was Florian Schroeder auf sein Publikum loslässt, hat ihn zu einem der neuen Stars der deutschen Kabarettszene gemacht: bissige Satire, entlarvende Parodie und feinsinniger schwarzer Humor. Florian Schroeder springt in seiner Show 'Seitensprung' mühelos von Merkel-Parodie und Zuschauerquiz zum Plausch mit Prominenten. Zu Gast bei Florian Schroeder: der Kabarettist Rolf Miller, der Ausschnitte aus seinem neuen Programm präsentiert, und das GlasBlasSing Quintett. Mit 'Liedgut auf Leergut', von Bach bis Beatles, zeigen die fünf Musiker aus Berlin, was in leeren Flaschen alles drinstecken kann.

19:00

19:00 Foyer
Theatermagazin

19:40 Otello
Oper Auf der einen Seite ist Verdis 'Otello' expressive Oper, auf der anderen intimes Drama, in seinem Kern macht das Bühnenwerk zwei zerstörerische Emotionen sichtbar: Eifersucht und Neid. In diese Fallstricke der menschlichen Seele verfangen sich drei Außenseiter der venezianischen Gesellschaft: Otello, der als Fremder eine exponierte Stellung zu verteidigen hat, Desdemona, die sich eigenwillig gegen tradierte gesellschaftliche Regeln wendet, Jago, dem jedes Mittel recht ist, um zum begehrten Ansehen zu kommen. In dieser Welt voller Selbstzweifel, Begierden und Verletzbarkeit sind sich die drei Protagonisten bis zum tödlichen Ende ausgeliefert.

22:00

22:10 Friedrich Schiller: Die Jungfrau von Orleans
Rezitation Anlässlich des 200. Todestages von Friedrich Schiller trugen bekannte Persönlichkeiten im Mai 2005 über 24 Stunden non-stop bekannte und unbekannte Texte des Dichters vor. Zu den Höhepunkten zählte der Vortrag der Schauspielerin Birgit Minichmayr, die den Monolog aus dem Schauspiel 'Die Jungfrau von Orléans' vortrug.

22:15 Manaus - Metropole im Dschungel
Stadtporträt Manaus - das ist die sagenumwobene Millionen-Metropole am Amazonas. Von Süden nur erreichbar per Schiff oder Flugzeug. Die Stadt hat 1,7 Milionen Einwohner. Eine lebendige, eine bunte, eine exotische Hauptstadt. An vielen Ecken wirkt die Stadt immer noch ein bisschen wie in Werner Herzogs berühmten Film 'Fitzcarraldo'. In Manaus steht das wohl schönste Theater Südamerikas und seit 1990 ist das Opernhaus auch wieder das, was es ursprünglich einmal war: ein Ort der Kultur im größten Regenwaldgebiet der Erde. Die Gegend um Manaus ist das Eingangstor des Tourismus in Westamazonien. Die sogenannte Grüne Hölle ist vergleichbar leicht zu bereisen und die fast grenzenlose schöpferische Kraft des immensen Artenreichtums lockt Deutsche, Amerikaner und Japaner in die Wildnis. Nur eine halbe Bootsstunde von Manaus entfernt sind die Affen der Eco Park Lodge die Attraktion. Aber was wäre Brasilien ohne Fußball? Wer zur richtigen Zeit kommt, kann beim Peladao - übersetzt 'großes Gebolze' - 450 Mannschaften mit über 10.000 Spielern bewundern. Drei Monate lang wird auf Sand, Schotter oder Rasen gekickt. Barfuß oder mit Schuhen, egal. Ein großes Fest und Fußball satt - seit 40 Jahren!

22:30 Companhia de Danca: Deborah Colker "No"
Tanzfestival 'No', zu deutsch: 'Knoten' - so heißt das neue Stück der brasilianischen Starchoreografin Deborah Colker. 'No' ist ein Stück über Liebe und Begierde, über Schmerz und Befriedigung. Das Stück wird getanzt von 16 Tänzern und Tänzerinnen der 'Companhia de Danca Deborah Colker'. Sie setzten das Thema 'Wünschen' zu Klangcollagen von Berna Ceppas um. 'No' hatte im Mai seine Welturaufführung bei dem Tanzfestival Movimentos in Wolfsburg und wurde anschließend mit überwältigendem Erfolg auf einer großen Brasilien-Tournee gefeiert.

22:55 Later with Jools Holland
Musikshow Manic Street Preachers: 'If You Tolerate This Your Children Will Be Next'. Eels: 'Cancer for the Cure'. Beverley Knight: 'Made It Back'. Ian Dury & the Blockheads: 'Jack Shit George'. Björk: 'So Broken'. Manic Street Preachers: 'Tsunami'. Eels: 'Last Stop: This Town'. Beverley Knight: 'A.W.O.L.'. Manic Street Preachers: 'The Everlasting'. Ian Dury & the Blockheads: 'Mash It Up Harry'. Ian Dury & the Blockheads: 'Sex, Drugs and Rock'n'Roll'

23:00

23:55 Super700
Konzert Die Berliner Band 'Super700 gilt noch als Geheimtipp. Der 7-köpfigen Band um Sängerin Ibadet Ramadani wird nachgesagt, momentan eine der besten Live-Shows des Landes zu bieten. Gordon Raphael, der Produzent der 'Strokes, ist von New York nach Berlin umgezogen, um mit der Neuentdeckung arbeiten zu können. Für ihn klingen Super700, 'als wären die frühen Talking Heads bei einem afrikanischen Stamm aufgewachsen . Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit zwischen Produzent und Band ist das Debütalbum 'Super700'.

07/01/2009
Time ztk.tvtoday.de
00:00

00:50 Der zweite Traum
Doku Auf Einladung des Goethe-Instituts inszenierte der deutsche Künstler Christoph Schlingensief Richard Wagners 'Der fliegende Holländer' am Opernhaus in Manaus. Zwei Monate arbeiteten Schlingensief und sein Team in der Amazonas-Metropole. Richard Wagner ist dort kein Unbekannter: Vor zwei Jahren wurde dort der komplette Ring des Nibelungen' aufgeführt - die erste Spielstätte in Brasilien, die sich dies zumutete. Der Filmemacher Lennart Laberenz begleitete Schlingensief in Manaus bei Proben, Krisen und Außendrehs im Amazonas-Urwald. Daraus entstand eine intime Beobachtung der Entstehung der Schlingensief'schen Formenvielfalt aus Filmdrehs, Bühnenarbeit und Personenführung. Wagners Holländer findet vor Ort einen anderen Resonanzboden: Ein Karnevalsumzug zur Eröffnung des Festivals, begeisterte Favela-Bewohner, improvisationsfreudige Bühnenarbeiter, Gelassenheit selbst in größter Hektik. Wir beobachten einen deutschen Gesamtkünstler zwischen Dreharbeiten mit Handkurbelkamera, alltäglichen Probenunfällen, schlechter Morgenlaune und Kostümänderungen am Premiereabend . Gleichzeitig sind wir Zeuge der entspannten Freude beim Dirigenten, bei Sängern und Mitarbeitern, trotz alltäglichem Chaos aus Hochwasser, Probendruck und schweißtreibender Hitze. Zu Musik und Handlung assoziiert Schlingensief erneut eine künstlerischen Raum aus Mythen, Erzählungen und sich überlagernden Bildern, wie sie mit dem Animatographen bereits Island, Bayreuth und Brandenburg bereist haben. Auch in Manaus findet die Oper nur im Kopf des Betrachters statt. 'Aber ich kann hier viel mehr zulassen,' sagt Christoph Schlingensief.

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01:50 ***Sendepause***