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Germany TV Guide

07/01/2009
Time ZDF doku
05:00

05:15 Am Abgrund: Die Erforschung der Höhenangst
Wissenschaftsdoku Der Gleichgewichtssinn gehört zu den wichtigsten menschlichen Sinnen. Er ist bei jedem verschieden stark ausgeprägt. Während einige bereits in geringer Höhe Schwindelgefühle entwickeln, gelingt es anderen, mühelos Hochhauswände oder Berggipfel zu erklimmen. Die Dokumentation spürt dem Phänomen Höhenangst nach und stellt neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Gebiet vor. Am Beispiel der kanadischen Mohawk-Indianer, die als absolut schwindelfrei gelten, hat das Filmteam Grenzerfahrungen dokumentiert. Wissenschaftler vermuten, dass diese Indianer anatomisch anders ausgestattet sind als die meisten Menschen. Anhand von Extremsituationen wie House-Running, Unterwasserradfahren bis hin zum Marathon im Weltall geht die Dokumentation außerdem dem Phänomen von der 'Orientierung im Raum' nach.

06:00

06:00 Zuhause in...
Lust auf London - Ein Manager, seine Familie und ihre Heimat auf Zeit
Porträt Martin Bellmann arbeitet bei Sony und das weltweit: Berlin, Los Angeles, London - Stationen der letzten Jahre. Immer dabei: Seine Frau und die beiden Kinder Antonia und Philip. Der Film besucht die deutschen Kosmopoliten und geht der Frage nach, ob es schwierig ist für die Familie sich in den jeweiligen Ländern einzuleben und ob es problematisch ist in den unterschiedlichen Ländern ist, Freunde zu finden und andere Freunde zurückzulassen.

06:15 Mythos "Atlantikschlacht"
Geschichtsdoku Für die NS-Propaganda war der Atlantik einer der wertvollsten Kriegsschauplätze. Nirgends sonst ließ sich vermeintliches Heldentum effektiver in Szene setzen als im Kampf der U-Boote, Zerstörer und Schlachtschiffe. Keine andere Teilstreitkraft schien den fatalen Traum überlegener deutscher Waffentechnik besser zu symbolisieren als die Marine. Der Krieg auf dem Ozean nährte die Illusion vom ritterlichen, sauberen Kampf: Während die Wochenschaubilder vom Landkrieg verwüstete Landschaften und Leichen zeigten, blieben auf dem Atlantik nur die Sieger zurück. Verlierer schluckte die See. ZDF-History zeigt die Wirklichkeit der 'Atlantikschlacht' und den grausamen Alltag der Beteiligten auf beiden Seiten. Mit neuen Fakten und seltenen Filmaufnahmen wird rekonstruiert, welche verhängnisvollen Fehler auf beiden Seiten begangen wurden - und warum die Entscheidung zugunsten der Alliierten unnötig viele Opfer forderte.

07:00

07:00 Zuhause in...
Lust auf London - Ein Manager, seine Familie und ihre Heimat auf Zeit
Porträt Martin Bellmann arbeitet bei Sony und das weltweit: Berlin, Los Angeles, London - Stationen der letzten Jahre. Immer dabei: Seine Frau und die beiden Kinder Antonia und Philip. Der Film besucht die deutschen Kosmopoliten und geht der Frage nach, ob es schwierig ist für die Familie sich in den jeweiligen Ländern einzuleben und ob es problematisch ist in den unterschiedlichen Ländern ist, Freunde zu finden und andere Freunde zurückzulassen.

07:15 Der Kommissar
Ein Mädchen meldet sich nicht mehr
Krimiserie Besorgt fährt Schuldirektor Stein an den Studienort seiner Tochter Gerda, denn die gewohnten Briefe sind ausgeblieben. Er macht eine grauenhafte Entdeckung: Gerda ist ermordet worden. Die Kriminalpolizei tappt im Dunkeln, bis ein anonymer Anrufer einen geheimnisvollen Tipp gibt: 'Fragen Sie nach Tanieff!' Eine fieberhafte Suche setzt ein. Kommissar Keller entdeckt erstaunliche Einzelheiten über das Studentenleben. Er findet aber auch eine Spur, die ihn in eine zwielichtige Kneipe führt.

08:00

08:15 Die Weltfabrik
Globalisierungsdoku Afrika, China, Indien, Finnland, Marokko, Kanada, Australien - manche Produkte sind um die ganze Welt gereist. 'Die Weltfabrik' verfolgt die Produktionswege verschiedener Güter und veranschaulicht die weltweite Zusammenarbeit der Menschen in Zeiten der Globalisierung. Da ist zum Beispiel Axel Scheffler, ein bekannter deutscher Illustrator, der in London lebt und dessen Puzzle-Buch 'Grüffelo-Kind' in China produziert und in zahlreichen Ländern verlegt wird. Oder der Bauer Siewu im westafrikanischen Benin, der Baumwolle anpflanzt, die in Indien zu Garn gesponnen wird, aus dem in Marokko eine Socke gestrickt wird, die dann zur Verpackung und zum Versand in Deutschland landet. Oder auch Martin, ein deutscher Geschäftsmann, der in China als Geschenke-Scout die neuesten Plastik-Gimmicks als Geschenkidee ausfindig macht. Der Film beschreibt unsere heutige, globale Welt und macht den Weg unserer Konsumgüter begreifbar.

09:00

09:15 Die großen Kriminalfälle der Geschichte
Reportage Manche Verbrechen sind in die Geschichte eingegangen, teilweise weil sie unter spektakulären Umständen begangen worden sind oder weil sie große politische Auswirkungen hervorgerufen haben. ZDF-History dokumentiert sieben große Kriminalfälle aus der Geschichte: vom noch immer ungelösten Rätsel um die Identität des Serienmörders 'Jack the Ripper' bis hin zur Frage nach der Mitverantwortung der Medien am blutigen Ausgang des Geiseldramas von Gladbeck.

10:00

10:00 Krimiwochenende für Hobbydetektive
Reportage Kommissarin Petra Kütt ist keine Kommissarin sondern Schauspielerin. Die Leiche im Auto auf dem Parkplatz ist nicht echt, und trotzdem streifen sich mehrere Detektive Plastikhandschuhe über und beginnen mit der akribischen Untersuchung des Tatorts. Schließlich sind die Hobbyschnüffler extra auf Schloss Gesecke angereist, um ihr kriminalistisches Geschick auf die Probe zu stellen. Gemeinsam versuchen sie, das Verbrechen aufzuklären. Wer hat die junge Frau erschossen? War es die eifersüchtige Freundin, die sich rächen wollte? Der undurchsichtige Hotelgast, der sich den Befragungen entzieht? Oder steckt der Hotelmanager dahinter, der allerdings vorgibt, die Tote nicht zu kennen? Mit Spürsinn, Tatendrang und Internetrecherche machen sich die Hobby-Detektive an die Arbeit. Ausgedacht hat sich diesen Fall Regisseurin Dagmar Weinert. Zusammen mit einem Team von Schauspielern will sie den Teilnehmern ein spannendes Wochenende bieten. Das Besondere: Neben den Ermittlungen stehen auch kulturelle Höhepunkte wie eine Lesung mit Texten von Edgar Allen Poe sowie ein klassisches Konzert auf dem Programm.

10:15 Der Kardinal Nikolaus von Kues und das späte Mittelalter
Zeitgeschichte Tirol im Jahr 1457. Fluchtartig verlässt ein Mann die Bischofsstadt Brixen im heutigen Südtirol. Es gehen Gerüchte um, er solle gefangen genommen werden. Überall lauerten Truppen, heißt es. Die alte Bischofsburg Säben, hoch auf einem Felsen über dem Eisacktal gelegen, bietet ihm für kurze Zeit Zuflucht, doch auch dort fühlt er sich nicht sicher und hetzt weiter. Mit einem Gewaltritt bezwingt er an einem Tag mehrere Pässe in den Dolomiten. Schließlich erreicht er, ganz im Süden, eine Felsenburg und bleibt dort über ein Jahr. Der Verfolgte ist der Fürstbischof von Brixen und Kardinal in Rom, einer der größten Philosophen, Kirchenpolitiker und Theologen seiner Zeit: Nikolaus von Kues, genannt Cusanus. Geboren wurde er im Jahre 1401 in Kues an der Mosel als Sohn eines reichen Reeders. Seine Karriere ist für einen Spross aus nichtadeligem Hause ungewöhnlich und beeindruckend. Er studierte Rechtswissenschaften in Padua, war Mitglied des Basler Konzils, wurde später vom Oberhaupt der römischen Kirche beauftragt, Verhandlungen zur Wiedervereinigung mit der orthodoxen Kirche zu führen und berufen, die deutsche Kirche wieder für den Papst und die römische Kurie zu gewinnen. Er wollte die christliche Kirche mit Macht reformieren, scheiterte damit jedoch genauso wie mit seinen ehrgeizigen politischen Plänen als Bischof von Brixen. Dennoch blieben Nikolaus von Kues, sein Denken und Tun nicht wirkungslos. Die Dokumentation zeichnet das spannende Porträt eines Mannes, der es zu einem der höchsten Würdenträger der römischen Kirche brachte. Ein Mann, der zeitlebens unter seiner bürgerlichen Herkunft litt und gleichzeitig auf seine ungewöhnliche Karriere stolz war. Eine Persönlichkeit, die, hin- und hergerissen zwischen asketischer Weltabgewandtheit und Machtpolitik, vor dem Hintergrund eines ebenso zerrissenen Jahrhunderts agierte.

11:00

11:00 Bis zum Anfang der Welt
Reisebericht In dem Dokumentarfilm begleitet die Kamera den Aquarellisten Richard W. Allgaier auf seiner spannenden Reise durch Westafrika. Sein abenteuerlicher Weg auf den Spuren der Entdecker führt ihn entlang des Niger durch Mali zum rätselhaften Volk der Dogon und in die legendäre Wüstenstadt Timbuktu, einst Zentrum eines großen Reiches und größte Stadt der Welt. Von dort reitet er mit einer Kamel-Karawane der Tuareg über das Hoggar-Massiv bis in die Endlosigkeit der Sahara. Sparsam kommentiert in der Form eines tagebuchartigen Monologs, lässt der Dokumentarfilm die faszinierende Atmosphäre Afrikas für sich sprechen.

11:45 Der verbotene Blick auf die Nacktheit
Doku Verbotene Blicke können todbringend sein: Im antiken Mythos überraschte der Jäger Aktaion die nackte Diana beim Baden. Zur Strafe verwandelte die Göttin der Jagd den Voyeur in einen Hirschen, der danach von seinen eigenen Hunden zerrissen wurde. Ein Bildthema, dass Künstler von der Antike bis ins 21. Jahrhundert immer wieder zu Darstellungen mit unterschiedlichsten Auslegungen inspirierte. Mythologie als Vorwand für die Nacktheit? Ob bei Caravaggio, Gustave Courbet, Gustav Klimt oder Pablo Picasso - über Jahrhunderte stehen Erotik und Sinnlichkeit im Mittelpunkt künstlerischen Schaffens und führen bis heute zu Verboten und Skandalen. Für den amerikanischen Enthüllungskünstler Spencer Tunick lassen Massen die Hüllen fallen. Seine Installationen nackter Menschen gelten als Kunst - doch in New York wurde Tunick schon fünfmal inhaftiert. Nacktheit, Voyeurismus, Exhibitionismus, Erotik und Missbrauch: Werner Raeune nähert sich dem Thema des verbotenen Blicks aus verschiedenen Perspektiven und unternimmt einen Streifzug durch die Kunst des Aktes. Die Düsseldorfer museum kunst palast zeigt die Ausstellung 'Diana und Actaeon - Der verbotene Blick auf die Nacktheit' noch bis zum 15. Februar 2009.

12:00

12:15 Tomi Ungerer - Mein Leben
Porträt Kaum jemand hat sich so sehr Europa als Idee einer einheitlichen, humanen und toleranten Gesellschaft verschrieben wie der Elsässer Karikaturist und Schriftsteller Tomi Ungerer. Der Autor hat Tomi Ungerer einige Tage lang begleitet, nach Straßburg und auf seine Farm in Irland. Gerade von einer schweren Krankheit genesen, gab der Künstler sehr persönliche Einblicke in sein Werk und Leben.

13:00

13:00 Zuhause in...
Lust auf London - Ein Manager, seine Familie und ihre Heimat auf Zeit
Porträt Martin Bellmann arbeitet bei Sony und das weltweit: Berlin, Los Angeles, London - Stationen der letzten Jahre. Immer dabei: Seine Frau und die beiden Kinder Antonia und Philip. Der Film besucht die deutschen Kosmopoliten und geht der Frage nach, ob es schwierig ist für die Familie sich in den jeweiligen Ländern einzuleben und ob es problematisch ist in den unterschiedlichen Ländern ist, Freunde zu finden und andere Freunde zurückzulassen.

13:15 Mythos "Atlantikschlacht"
Geschichtsdoku Für die NS-Propaganda war der Atlantik einer der wertvollsten Kriegsschauplätze. Nirgends sonst ließ sich vermeintliches Heldentum effektiver in Szene setzen als im Kampf der U-Boote, Zerstörer und Schlachtschiffe. Keine andere Teilstreitkraft schien den fatalen Traum überlegener deutscher Waffentechnik besser zu symbolisieren als die Marine. Der Krieg auf dem Ozean nährte die Illusion vom ritterlichen, sauberen Kampf: Während die Wochenschaubilder vom Landkrieg verwüstete Landschaften und Leichen zeigten, blieben auf dem Atlantik nur die Sieger zurück. Verlierer schluckte die See. ZDF-History zeigt die Wirklichkeit der 'Atlantikschlacht' und den grausamen Alltag der Beteiligten auf beiden Seiten. Mit neuen Fakten und seltenen Filmaufnahmen wird rekonstruiert, welche verhängnisvollen Fehler auf beiden Seiten begangen wurden - und warum die Entscheidung zugunsten der Alliierten unnötig viele Opfer forderte.

14:00

14:00 Perle von Rügen
Doku Wenn das Wetter mitspielt, herrscht hier zuweilen ein fast mediterraner Flair: Ein kilometerlanger, feiner Sandstrand, eine elegante Flaniermeile, unzählige schneeweiße Jugendstilvillen, ein verwunschenes Jagdschloss und, mittendrin, ein nobles Hotel prägen das Bild von Binz auf Rügen. Die DDR-Vergangenheit mit gewerkschaftlich organisierten Ferienunterkünften in eintönigen Bettenbunkern ist entweder längst verschwunden - oder wurde am Ortsrand von großen Vollpensions-Hotelketten geschluckt und zeitgemäß aufgepeppt. Zurückgekehrt ist der Charme eines kleinen Ortes, der schon zu Kaisers Zeiten die - seinerzeit eher wohlhabenden - Feriengäste in diesen Teil von Rügen lockte. Binz wirkt wie ein Magnet: Rund 400.000 Urlauber im Jahr suchen hier Erholung und die Sommerfrische und gilt als der attraktivste Ort der Insel. Viele Besucher haben vor allem ein Ziel: Die berühmte Seebrücke, die sich rund 370 Meter in die Bucht im so genannten 'Prorer Wiek' schiebt. Gelegentlich kommt es vor, dass besonders Wagemutige - verbotenerweise - von hier in die Fluten springen. Nichtschwimmern stand bislang eine ganz andere Attraktion an Land zur Verfügung: Binz ist nämlich einer der Halte- und Höhepunkte für den 'rasenden Roland', eine Schmalspurbahn, die in Binz Station macht. Durch einen Pächterwechsel war einige Zeit nicht klar, ob diese Attraktion auch 2008 wieder über Rügens Gleise dampfen würde. Mittlerweile sieht es so aus, als ob die Signale wieder auf 'freie Fahrt' stehen. Ob zum Saisonstart aber alles nach Plan laufen wird? Unverändert und allen wirtschaftlichen und klimatischen Veränderungen trotzend wirft der letzte Fischer von Binz allmorgendlich seine Netze aus: Jürgen Kruse, 44, liebt seinen Beruf und seine Heimat: 'Hier in Binz bin ich zu Hause. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mit meinem Holzboot um vier Uhr früh rauszufahren.' Binz auf Rügen: Ein Nizza des Nordens? Ein Biarritz der Ostsee? Irgendwie wäre man hier wahrscheinlich gerne alles gleichzeitig - und doch so unverwechselbar. So steht der Ort unter ständiger Veränderung, aber auch der Gefahr, dass irgendwann einmal alles zu mondän, zu groß, zu teuer wird. Der Film wirft einen unterhaltsamen Blick auf den kleinen Ort und seine Bewohner. Für sie ist Binz auf jeden Fall eines: eine Perle unter Deutschlands Seebädern.

14:15 Jaffa - Geschichten aus der ältesten Hafenstadt der Welt
Doku Jaffa ist eine uralte, heute israelische, Stadt. Es ist kaum zu beschreiben, wer sie alles erobert und verloren hat. Vor allem wegen ihres Hafens, dessen Geschichte 4.000 Jahre zurückreicht. Wo er einmal lag, versuchen Archäologen herauszufinden. Auf jeden Fall nicht dort, wo heute ein munterer, etwas heruntergekommener Segel- und Fischerhafen hinter einer Mole liegt. Oberhalb steht der alte Leuchtturm. Vor seiner Zeit diente das Minarett der Muhammadiya-Moschee den Schiffen als Wegweiser. Denn Jaffa war eine arabische Stadt und ist es zum Teil noch immer. So hört man mehrmals am Tag lautstark den Muezzin zum Gebet rufen, am Wochenende ertönen aber auch die Glocken der vielen Kirchen. Jaffa wurde gern als 'Hafen Jerusalems' bezeichnet, weil dort die Pilger ankamen. Deren Herbergen sind noch erhalten - prächtige, heute restaurierte Steinbauten, die wie eine Burg aufragen. Aus dieser Altstadt allerdings sind alle Araber vertrieben, sie ist heute eine etwas aseptische Ansammlung israelischer Ateliers und Restaurants. Die Geschichte der Vertreibung ist bitter und von den Arabern nicht vergessen. Sie leben jetzt rund um die Altstadt in ihren kleinen Läden und Wohnungen. Von ihren einst herrschaftlichen Villen sind nur noch wenige übrig. Trotzdem ist Jaffa eine sehr lebendige Stadt: Vor der von Familie Abulafia betriebenen Bäckerei, angeblich der besten Israels, stauen sich noch um Mitternacht die Autos. Gleich nebenan ist ein täglicher Floh- und Antikmarkt, dessen ursprüngliche Architektur aus der osmanischen Zeit sich langsam wieder aus den hässlichen Buden der Händler herausschält. In der Jaffa-Bar, in einer Seitengasse versteckt, gibt es Donnerstag nachts wilden Bauchtanz, und in einer restaurierten Zollhalle aus der britischen Mandatszeit hat das erste Taubblinden-Theater der Welt eröffnet. Der Film stellt Jaffa und Bewohner der Stadt vor, die versuchen, die christlichen, jüdischen und moslemischen Elemente zu bewahren.

14:45 Bratwurst am Canal Grande
Reportage Theresia und Willy G. kommen schon seit dreißig Jahren. Ein anderer Platz kommt für sie überhaupt nicht in Frage. Schließlich haben sie hier ihren allerersten Urlaub verbracht, damals, als die Kinder noch klein waren und sie sich etwas anderes als Zelten gar nicht leisten konnten. Mittlerweile könnten sie das, aber sie wollen es nicht. Denn sie lieben 'ihren' Campingplatz über alles. Etwas Schöneres als 'Union Lido' gibt es für sie einfach nicht. Union Lido ist einer der größten Campingplätze Europas, mit sieben Restaurants, neun Buffet-Bars, 25 Geschäften, zwei riesigen Wasserlandschaften sowie einem Wellness-Bereich mit angeschlossenem Sportcenter. Beim Betreten des Geländes tauscht man den Personalausweis gegen den 'Union Lido Pass' und auch das Auto bekommt einen 'Passierschein'. Die italienisch-deutsche Idylle hat strenge Regeln. Wer die Ruhezeiten nicht einhält, der muss den Platz verlassen. Der 4-Sterne-Platz wurde vor 50 Jahren gegründet und ist seitdem vor allem bei Deutschen beliebt. 550.000 deutsche Gäste kamen im Jahre 2005 nach Venedig. Hier spricht man Deutsch, der Supermarkt verkauft Nutella, Rotkohl und Bratwürste. Dass Venedig ganz in der Nähe liegt, interessiert die wenigsten Besucher. Nur ganz selten verlassen die Camper das Areal, um sich die Umgebung anzusehen. Die Reportage begleitet Theresia und Willy G. durch die 'schönsten Wochen des Jahres'. Der Film beschreibt den deutschesten aller italienischen Campingplätze, stellt Kurzurlauber und Dauercamper vor, die hier mehr als fünf Monate des Jahres verbringen.

15:00

15:15 Tsingtau - Auf deutschen Spuren in China
Doku Sie war die deutsche 'Musterkolonie' im Fernen Osten: Die Stadt Tsingtau im Nordosten Chinas. Ende 1897 wurde die Region Tsingtau auf Befehl des deutschen Kaisers Wilhelm II. von Marinesoldaten besetzt und später zum Marinestützpunkt und Handelsplatz ausgebaut. Heute ist die Stadt eine der Boom-Citys an Chinas Ostküste. Aus dem deutschen Namen Tsingtau wurde das chinesische 'Qingdao'. Anfang August dieses Jahres wird Qingdao zur Olympia-Stadt, Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe. Qingdaos Altstadt gleicht einer deutschen Kleinstadt: Fachwerkhäuser, rote Ziegeldächer, Kopfsteinpflaster. Dietmar Schulz schildert in der ZDF-Dokumentation, wie aus einem armseligen Fischerdorf die Vorzeige-Kolonie wurde: 1910 lebten dort 3.500 Deutsche. Zahlreiche deutsche Firmen siedelten sich an, um von dort aus ihren Handel mit China anzukurbeln. Aufnahmen eines deutschen Hobby-Fotografen zeigen die Anfänge der Stadt. Die Bilder waren jahrzehntelang verschollen und sind nun erstmals in einer TV-Dokumentation zu sehen. Gleiches gilt für Ausschnitte aus einem Amateurfilm über den Alltag der Deutschen in Tsingtau. 1914 ging die deutsche Zeit in Tsingtau zu Ende. Japanische Truppen eroberten die Stadt. Die deutschen Kaufleute mussten die Stadt verlassen. Einige kehrten in den Zwanzigerjahren zurück. Heute sind wieder etliche deutsche Unternehmen in der früheren Kolonie vertreten. Es lockt - wie damals - der große chinesische Markt. Die von den Deutschen erbaute Altstadt ist erhalten geblieben. Im früheren Amtssitz des Gouverneurs sitzt die Stadtregierung, die evangelische Christuskirche ähnelt einer norddeutschen Dorfkirche und der Bahnhof einer Ritterburg. Er war Ausgangspunkt einer Zugverbindung, die ab 1910 über Peking durch Nordchina, die Mongolei und Russland nach Berlin führte. Im Speisewagen wurde 'Holsteiner Schnitzel' serviert. Vor der Besetzung Tsingtaus durch deutsche Marinesoldaten hatten bereits andere europäische Staaten sowie Japan und Amerika große Gebiete Chinas an sich gerissen. Eine fremdenfeindliche Sekte, 'Boxer' genannt, versuchte vergeblich, die Ausländer aus China zu vertreiben. Vielmehr beschleunigte der sogenannte 'Boxer-Aufstand' in Peking den Niedergang der Qing-Dynastie. Diese Demütigungen durch fremde Mächte und der Sturz des Landes in bittere Armut haben in China lange nachgewirkt. Mit dem Aufstieg zur wirtschaftlichen Weltmacht beginnt China, dieses Trauma zu überwinden.

16:00

16:00 Kobe
Doku Bekannt wurde der Name der westlich von Osaka gelegenen Hafen- und Industriemetropole Kobe durch das große Erdbeben vom 17. Januar 1995, bei dem über 6.000 Menschen ums Leben kamen. Die Verwüstung einer modernen, weitgehend als erdbebensicher geltenden Großstadt erschütterte das Technikvertrauen und den Fortschrittsglauben der Japaner. Für den bekannten japanischen Schriftsteller Haruki Murakami bedeutet das Erdbeben einen Wendepunkt in der japanischen Nachkriegsgeschichte. Der damals schwer getroffenen, heute aber wieder ungeheuer vitalen Stadt nähert sich der Film ohne Dialoge, ohne Off-Kommentare. Dafür aber mit einer Montage von Bildern und Tönen - einer Assoziationskette, die visuelle, geografische, vor allem aber akustische Momente und Muster aufgreift. Ein wesentliches Leitmotiv ist das Geräusch des allgegenwärtigen Wassers. Schauplätze des Films sind unter anderem die Schiffswerft von Mitsubishi, der Großmarkt mit einer Fischauktion, ein privater Musik-Club mit Karaoke-Sängern, das Übungsgelände der Männer von 'Kobe Rescue' und der japanische Garten des Schriftstellers Jun'ichiro Tanizaki ('Lob des Schattens').

16:45 nano spezial
Wissenschaftsmagazin Kohle ist in Australien ein Riesengeschäft. Dank der weltweit viertgrößten Vorkommen - allein rund 75 Milliarden Tonnen Steinkohle - werden 80 Prozent der heimischen Energie aus Kohle produziert. 25 Tonnen Kohlendioxid pro Kopf und Jahr werden in Australien in die Atmosphäre entlassen. Zum Vergleich: In Deutschland sind das laut Internationaler Energieagentur etwa zehn Tonnen, in China unter fünf Tonnen. Und das, obwohl Australien unter den Klimaveränderungen und der Schädigung der Atmosphäre so stark wie kaum ein anderes Land der Welt leidet. Die australische Regierung äußert immer öfter, dass der CO2-Ausstoß begrenzt werden muss und hat im Dezember 2007 das Kyoto-Protokoll unterzeichnet, setzt aber selbst weiter auf Kohle. 'nano' fragt in dieser 'spezial'-Sendung, welche Klimaziele Australien wie erreichen möchte, und blickt auf die Folgen von Klimawandel und Ozonloch für die Menschen in Australien.

17:00

17:15 Lord Howe Island
Doku Die Dokumentation beschreibt eines der letzten Paradiese der Welt. Auf der Insel Lord Howe, 700 Kilometer vor der australischen Küste, haben sich Tier- und Pflanzenarten erhalten, die es nur noch dort gibt. Doch das Paradies scheint gefährdet, da eingeschleppte Pflanzen und Tiere sich explosionsartig vermehren. Die Inselbewohner haben den Kampf um den Erhalt ihres Paradieses aufgenommen. Zerfressen von der ewigen Brandung wachsen schroffe Felswände aus 2000 Meter Meerestiefe noch einmal 900 Meter senkrecht in die Höhe. Dazwischen liegen weiße Sandstrände und türkisblaue Lagunen. Lord Howe Island gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und gilt nicht nur als eine der schönsten Inseln der Welt, sondern auch als Naturphänomen. Auf der Insel leben nur 280 Einwohner. Laut Gesetz dürfen sich zusätzlich nur 400 Touristen pro Tag hier aufhalten. So konnten mehr als 40 Landtierarten überleben, die es nur hier gibt. Dazu kommen hunderte endemische Pflanzenarten. Die Unterwasserwelt um Lord Howe ist ein ähnliches Juwel. Aufgrund spezieller Strömungsverhältnisse entstand das südlichste Korallenriff der Welt. Die zahlreichen Unterwasserbewohner sind Wanderer zwischen den Welten, zwischen kalt und warm. Doch das Paradies ist trotz strengster Auflagen bedroht. Eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten haben sich explosionsartig vermehrt. Und so vielfältig und spezifisch die Artenzahl ist, so schwierig ist ihr Erhalt. Aber einige engagierte Inselbewohner kämpfen um ihr Paradies am Ende der Welt.

18:00

18:00 Dresdner Schnauzen
Doku-Soap Mitten im Stadtzentrum liegt im großen Garten - dem 'Central Park' von Dresden - der viertälteste Zoo Deutschlands. Berühmt sind seine Orang-Utans. Die ersten Waldmenschen kamen schon 1926 in das Elbtal. Die heutige Generation teilt sich in zwei Gruppen auf, jüngstes Familienmitglied ist das im Februar 2003 geborene Affenmädchen Djasinga. Die momentane Sensation allerdings heißt Thabo Umasaiund. Er ist das erste Elefantenjunge, das im Dresdner Zoo zur Welt kam. Sein Geburtstag, der 4. Februar 2006, ist bereits in die überregionale Zoogeschichte eingegangen: handelt es sich doch deutschlandweit um die erste Elefantengeburt nach einer künstlichen Besamung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen - und nichts lieber als das tut Thabo Umasai auch. Mittlerweile spaziert er Tag für Tag an der Seite seiner Mutter Drumbo durch den Zoo - und zwar außerhalb der Elefantenanlage. Mächtig stolz ist man im Elbstadt-Zoo auch auf seine weniger prominenten Bewohner. Angefangen bei Bantengs, Barramundis und Binturongs bis hin zu Turen, Tahren und Takinen - hinter den exotischen Namen stehen eindrucksvolle Persönlichkeiten. Die Tierwelt an den Besucher auf andere Weise heranzutragen, diese Idee hat wohl Pate gestanden als der 'Zoo unter der Erde' und die Nacktmullkolonie aus der Wiege gehoben wurden. Wer den Dresdner Zoo kennt, versteht wie dieser facettenreiche Ort jede Menge liebenswerte Geschichten von Zwei- und Vierbeinern produzieren kann.

18:45 Jaffa - Geschichten aus der ältesten Hafenstadt der Welt
Doku Jaffa ist eine uralte, heute israelische, Stadt. Es ist kaum zu beschreiben, wer sie alles erobert und verloren hat. Vor allem wegen ihres Hafens, dessen Geschichte 4.000 Jahre zurückreicht. Wo er einmal lag, versuchen Archäologen herauszufinden. Auf jeden Fall nicht dort, wo heute ein munterer, etwas heruntergekommener Segel- und Fischerhafen hinter einer Mole liegt. Oberhalb steht der alte Leuchtturm. Vor seiner Zeit diente das Minarett der Muhammadiya-Moschee den Schiffen als Wegweiser. Denn Jaffa war eine arabische Stadt und ist es zum Teil noch immer. So hört man mehrmals am Tag lautstark den Muezzin zum Gebet rufen, am Wochenende ertönen aber auch die Glocken der vielen Kirchen. Jaffa wurde gern als 'Hafen Jerusalems' bezeichnet, weil dort die Pilger ankamen. Deren Herbergen sind noch erhalten - prächtige, heute restaurierte Steinbauten, die wie eine Burg aufragen. Aus dieser Altstadt allerdings sind alle Araber vertrieben, sie ist heute eine etwas aseptische Ansammlung israelischer Ateliers und Restaurants. Die Geschichte der Vertreibung ist bitter und von den Arabern nicht vergessen. Sie leben jetzt rund um die Altstadt in ihren kleinen Läden und Wohnungen. Von ihren einst herrschaftlichen Villen sind nur noch wenige übrig. Trotzdem ist Jaffa eine sehr lebendige Stadt: Vor der von Familie Abulafia betriebenen Bäckerei, angeblich der besten Israels, stauen sich noch um Mitternacht die Autos. Gleich nebenan ist ein täglicher Floh- und Antikmarkt, dessen ursprüngliche Architektur aus der osmanischen Zeit sich langsam wieder aus den hässlichen Buden der Händler herausschält. In der Jaffa-Bar, in einer Seitengasse versteckt, gibt es Donnerstag nachts wilden Bauchtanz, und in einer restaurierten Zollhalle aus der britischen Mandatszeit hat das erste Taubblinden-Theater der Welt eröffnet. Der Film stellt Jaffa und Bewohner der Stadt vor, die versuchen, die christlichen, jüdischen und moslemischen Elemente zu bewahren.

19:00

19:15 Bis zum Anfang der Welt
Reisebericht In dem Dokumentarfilm begleitet die Kamera den Aquarellisten Richard W. Allgaier auf seiner spannenden Reise durch Westafrika. Sein abenteuerlicher Weg auf den Spuren der Entdecker führt ihn entlang des Niger durch Mali zum rätselhaften Volk der Dogon und in die legendäre Wüstenstadt Timbuktu, einst Zentrum eines großen Reiches und größte Stadt der Welt. Von dort reitet er mit einer Kamel-Karawane der Tuareg über das Hoggar-Massiv bis in die Endlosigkeit der Sahara. Sparsam kommentiert in der Form eines tagebuchartigen Monologs, lässt der Dokumentarfilm die faszinierende Atmosphäre Afrikas für sich sprechen.

20:00

20:00 Die Weltfabrik
Globalisierungsdoku Afrika, China, Indien, Finnland, Marokko, Kanada, Australien - manche Produkte sind um die ganze Welt gereist. 'Die Weltfabrik' verfolgt die Produktionswege verschiedener Güter und veranschaulicht die weltweite Zusammenarbeit der Menschen in Zeiten der Globalisierung. Da ist zum Beispiel Axel Scheffler, ein bekannter deutscher Illustrator, der in London lebt und dessen Puzzle-Buch 'Grüffelo-Kind' in China produziert und in zahlreichen Ländern verlegt wird. Oder der Bauer Siewu im westafrikanischen Benin, der Baumwolle anpflanzt, die in Indien zu Garn gesponnen wird, aus dem in Marokko eine Socke gestrickt wird, die dann zur Verpackung und zum Versand in Deutschland landet. Oder auch Martin, ein deutscher Geschäftsmann, der in China als Geschenke-Scout die neuesten Plastik-Gimmicks als Geschenkidee ausfindig macht. Der Film beschreibt unsere heutige, globale Welt und macht den Weg unserer Konsumgüter begreifbar.

21:00

21:00 Zuhause in...
Lust auf London - Ein Manager, seine Familie und ihre Heimat auf Zeit
Porträt Martin Bellmann arbeitet bei Sony und das weltweit: Berlin, Los Angeles, London - Stationen der letzten Jahre. Immer dabei: Seine Frau und die beiden Kinder Antonia und Philip. Der Film besucht die deutschen Kosmopoliten und geht der Frage nach, ob es schwierig ist für die Familie sich in den jeweiligen Ländern einzuleben und ob es problematisch ist in den unterschiedlichen Ländern ist, Freunde zu finden und andere Freunde zurückzulassen.

21:15 Mythos "Atlantikschlacht"
Geschichtsdoku Für die NS-Propaganda war der Atlantik einer der wertvollsten Kriegsschauplätze. Nirgends sonst ließ sich vermeintliches Heldentum effektiver in Szene setzen als im Kampf der U-Boote, Zerstörer und Schlachtschiffe. Keine andere Teilstreitkraft schien den fatalen Traum überlegener deutscher Waffentechnik besser zu symbolisieren als die Marine. Der Krieg auf dem Ozean nährte die Illusion vom ritterlichen, sauberen Kampf: Während die Wochenschaubilder vom Landkrieg verwüstete Landschaften und Leichen zeigten, blieben auf dem Atlantik nur die Sieger zurück. Verlierer schluckte die See. ZDF-History zeigt die Wirklichkeit der 'Atlantikschlacht' und den grausamen Alltag der Beteiligten auf beiden Seiten. Mit neuen Fakten und seltenen Filmaufnahmen wird rekonstruiert, welche verhängnisvollen Fehler auf beiden Seiten begangen wurden - und warum die Entscheidung zugunsten der Alliierten unnötig viele Opfer forderte.

22:00

22:00 Der Kapitän
Das Geheimnis der Viking
Abenteuerreihe Palermo. Kapitän Frank Harmsen hat gerade einen Törn hinter sich, da taucht ganz überraschend sein Reeder Nielson am Kai auf: Eine Mitarbeiterin des Archäologischen Institutes in Hamburg habe um seine Dienste gebeten, um im Auftrag der Uni ein vor Sizilien abgestürztes Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg zu bergen. Harmsen ist zunächst skeptisch, auch weil sein Chefingenieur Kaiser diesmal nicht mit dabei ist. Als er aber die Archäologin Beate Wollitz, eine attraktive energische Frau, sowie ihren italienischen Partner Roberto Gallo kennen lernt, willigt er ein. Was Harmsen noch nicht weiß: Beate ist zwar tatsächlich Dozentin in Hamburg, aber keineswegs zur Bergung des Flugzeugwracks berechtigt, die Papiere sind gefälscht. Doch Beate will endlich die wissenschaftliche Anerkennung für ihre Forschungsarbeiten, die ihr von ihrem selbstherrlichen Professor vorenthalten wird. Schließlich war es ihre Entdeckung, dass in dem Flugzeugwrack das legendäre 'Rommelgold' lagert. Kaum haben die Vorbereitungen für die Bergungsarbeiten begonnen, gibt es Schwierigkeiten. Einheimische Fischerboote umkreisen das Schiff, eindeutig in feindlicher Absicht. Bei einem Landgang in das kleine Dorf nahe der Fundstelle sucht Harmsen zunächst vergeblich Verständigung mit der Dorfbevölkerung. Und noch eine Überraschung erwartet ihn hier: Seine Frau Elke, von der er getrennt lebt, taucht unerwartet mit ihrem neuen Partner Studienrat Wolf auf. Während die Bergungsarbeiten endlich zügig vorangehen, soll die von Harmsen und dem Bürgermeister vermittelte Versöhnung zwischen einem Teil der Schiffsbesatzung und der Dorfbevölkerung bei einem Fest besiegelt werden. Doch zur selben Zeit versuchen zwei junge Fischer, die Bergungsarbeiten zu verhindern. Bei der Auseinandersetzung stirbt einer der beiden Italiener. In dieser Situation lässt Roberto Gallo die Maske fallen. Die Besatzung wird überwältigt, er lässt den restlichen Schatz heben und Harmsen und auch Elke und Wolf, die zwischenzeitlich an Bord gekommen sind, als Geiseln nehmen. Und auch für Beate gibt es ein unangenehmes Erwachen: Fassungslos begreift sie, dass Gallo sie von Anfang an nur benutzt hat, um in den Besitz des Schatzes zu gelangen. Im allgemeinen Getümmel gehen sie und Harmsen über Bord. Während die beiden zum Strand zurückschwimmen, verlässt Roberto Gallo mit Harmsens Schiff die Region. Es beginnt ein Wettlauf nach Neapel, Roberto Gallos Ziel.

23:00

23:30 Der verbotene Blick auf die Nacktheit
Doku Verbotene Blicke können todbringend sein: Im antiken Mythos überraschte der Jäger Aktaion die nackte Diana beim Baden. Zur Strafe verwandelte die Göttin der Jagd den Voyeur in einen Hirschen, der danach von seinen eigenen Hunden zerrissen wurde. Ein Bildthema, dass Künstler von der Antike bis ins 21. Jahrhundert immer wieder zu Darstellungen mit unterschiedlichsten Auslegungen inspirierte. Mythologie als Vorwand für die Nacktheit? Ob bei Caravaggio, Gustave Courbet, Gustav Klimt oder Pablo Picasso - über Jahrhunderte stehen Erotik und Sinnlichkeit im Mittelpunkt künstlerischen Schaffens und führen bis heute zu Verboten und Skandalen. Für den amerikanischen Enthüllungskünstler Spencer Tunick lassen Massen die Hüllen fallen. Seine Installationen nackter Menschen gelten als Kunst - doch in New York wurde Tunick schon fünfmal inhaftiert. Nacktheit, Voyeurismus, Exhibitionismus, Erotik und Missbrauch: Werner Raeune nähert sich dem Thema des verbotenen Blicks aus verschiedenen Perspektiven und unternimmt einen Streifzug durch die Kunst des Aktes. Die Düsseldorfer museum kunst palast zeigt die Ausstellung 'Diana und Actaeon - Der verbotene Blick auf die Nacktheit' noch bis zum 15. Februar 2009.

08/01/2009
Time zdoku.tvtoday.de
00:00

00:00 Der Kommissar
Ein Mädchen meldet sich nicht mehr
Krimiserie Besorgt fährt Schuldirektor Stein an den Studienort seiner Tochter Gerda, denn die gewohnten Briefe sind ausgeblieben. Er macht eine grauenhafte Entdeckung: Gerda ist ermordet worden. Die Kriminalpolizei tappt im Dunkeln, bis ein anonymer Anrufer einen geheimnisvollen Tipp gibt: 'Fragen Sie nach Tanieff!' Eine fieberhafte Suche setzt ein. Kommissar Keller entdeckt erstaunliche Einzelheiten über das Studentenleben. Er findet aber auch eine Spur, die ihn in eine zwielichtige Kneipe führt.

01:00

01:00 Krimiwochenende für Hobbydetektive
Reportage Kommissarin Petra Kütt ist keine Kommissarin sondern Schauspielerin. Die Leiche im Auto auf dem Parkplatz ist nicht echt, und trotzdem streifen sich mehrere Detektive Plastikhandschuhe über und beginnen mit der akribischen Untersuchung des Tatorts. Schließlich sind die Hobbyschnüffler extra auf Schloss Gesecke angereist, um ihr kriminalistisches Geschick auf die Probe zu stellen. Gemeinsam versuchen sie, das Verbrechen aufzuklären. Wer hat die junge Frau erschossen? War es die eifersüchtige Freundin, die sich rächen wollte? Der undurchsichtige Hotelgast, der sich den Befragungen entzieht? Oder steckt der Hotelmanager dahinter, der allerdings vorgibt, die Tote nicht zu kennen? Mit Spürsinn, Tatendrang und Internetrecherche machen sich die Hobby-Detektive an die Arbeit. Ausgedacht hat sich diesen Fall Regisseurin Dagmar Weinert. Zusammen mit einem Team von Schauspielern will sie den Teilnehmern ein spannendes Wochenende bieten. Das Besondere: Neben den Ermittlungen stehen auch kulturelle Höhepunkte wie eine Lesung mit Texten von Edgar Allen Poe sowie ein klassisches Konzert auf dem Programm.

01:15 Die großen Kriminalfälle der Geschichte
Reportage Manche Verbrechen sind in die Geschichte eingegangen, teilweise weil sie unter spektakulären Umständen begangen worden sind oder weil sie große politische Auswirkungen hervorgerufen haben. ZDF-History dokumentiert sieben große Kriminalfälle aus der Geschichte: vom noch immer ungelösten Rätsel um die Identität des Serienmörders 'Jack the Ripper' bis hin zur Frage nach der Mitverantwortung der Medien am blutigen Ausgang des Geiseldramas von Gladbeck.

02:00

02:00 Jaffa - Geschichten aus der ältesten Hafenstadt der Welt
Doku Jaffa ist eine uralte, heute israelische, Stadt. Es ist kaum zu beschreiben, wer sie alles erobert und verloren hat. Vor allem wegen ihres Hafens, dessen Geschichte 4.000 Jahre zurückreicht. Wo er einmal lag, versuchen Archäologen herauszufinden. Auf jeden Fall nicht dort, wo heute ein munterer, etwas heruntergekommener Segel- und Fischerhafen hinter einer Mole liegt. Oberhalb steht der alte Leuchtturm. Vor seiner Zeit diente das Minarett der Muhammadiya-Moschee den Schiffen als Wegweiser. Denn Jaffa war eine arabische Stadt und ist es zum Teil noch immer. So hört man mehrmals am Tag lautstark den Muezzin zum Gebet rufen, am Wochenende ertönen aber auch die Glocken der vielen Kirchen. Jaffa wurde gern als 'Hafen Jerusalems' bezeichnet, weil dort die Pilger ankamen. Deren Herbergen sind noch erhalten - prächtige, heute restaurierte Steinbauten, die wie eine Burg aufragen. Aus dieser Altstadt allerdings sind alle Araber vertrieben, sie ist heute eine etwas aseptische Ansammlung israelischer Ateliers und Restaurants. Die Geschichte der Vertreibung ist bitter und von den Arabern nicht vergessen. Sie leben jetzt rund um die Altstadt in ihren kleinen Läden und Wohnungen. Von ihren einst herrschaftlichen Villen sind nur noch wenige übrig. Trotzdem ist Jaffa eine sehr lebendige Stadt: Vor der von Familie Abulafia betriebenen Bäckerei, angeblich der besten Israels, stauen sich noch um Mitternacht die Autos. Gleich nebenan ist ein täglicher Floh- und Antikmarkt, dessen ursprüngliche Architektur aus der osmanischen Zeit sich langsam wieder aus den hässlichen Buden der Händler herausschält. In der Jaffa-Bar, in einer Seitengasse versteckt, gibt es Donnerstag nachts wilden Bauchtanz, und in einer restaurierten Zollhalle aus der britischen Mandatszeit hat das erste Taubblinden-Theater der Welt eröffnet. Der Film stellt Jaffa und Bewohner der Stadt vor, die versuchen, die christlichen, jüdischen und moslemischen Elemente zu bewahren.

02:30 Am Abgrund: Die Erforschung der Höhenangst
Wissenschaftsdoku Der Gleichgewichtssinn gehört zu den wichtigsten menschlichen Sinnen. Er ist bei jedem verschieden stark ausgeprägt. Während einige bereits in geringer Höhe Schwindelgefühle entwickeln, gelingt es anderen, mühelos Hochhauswände oder Berggipfel zu erklimmen. Die Dokumentation spürt dem Phänomen Höhenangst nach und stellt neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Gebiet vor. Am Beispiel der kanadischen Mohawk-Indianer, die als absolut schwindelfrei gelten, hat das Filmteam Grenzerfahrungen dokumentiert. Wissenschaftler vermuten, dass diese Indianer anatomisch anders ausgestattet sind als die meisten Menschen. Anhand von Extremsituationen wie House-Running, Unterwasserradfahren bis hin zum Marathon im Weltall geht die Dokumentation außerdem dem Phänomen von der 'Orientierung im Raum' nach.

03:00

03:15 Bis zum Anfang der Welt
Reisebericht In dem Dokumentarfilm begleitet die Kamera den Aquarellisten Richard W. Allgaier auf seiner spannenden Reise durch Westafrika. Sein abenteuerlicher Weg auf den Spuren der Entdecker führt ihn entlang des Niger durch Mali zum rätselhaften Volk der Dogon und in die legendäre Wüstenstadt Timbuktu, einst Zentrum eines großen Reiches und größte Stadt der Welt. Von dort reitet er mit einer Kamel-Karawane der Tuareg über das Hoggar-Massiv bis in die Endlosigkeit der Sahara. Sparsam kommentiert in der Form eines tagebuchartigen Monologs, lässt der Dokumentarfilm die faszinierende Atmosphäre Afrikas für sich sprechen.

04:00

04:00 Tsingtau - Auf deutschen Spuren in China
Doku Sie war die deutsche 'Musterkolonie' im Fernen Osten: Die Stadt Tsingtau im Nordosten Chinas. Ende 1897 wurde die Region Tsingtau auf Befehl des deutschen Kaisers Wilhelm II. von Marinesoldaten besetzt und später zum Marinestützpunkt und Handelsplatz ausgebaut. Heute ist die Stadt eine der Boom-Citys an Chinas Ostküste. Aus dem deutschen Namen Tsingtau wurde das chinesische 'Qingdao'. Anfang August dieses Jahres wird Qingdao zur Olympia-Stadt, Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe. Qingdaos Altstadt gleicht einer deutschen Kleinstadt: Fachwerkhäuser, rote Ziegeldächer, Kopfsteinpflaster. Dietmar Schulz schildert in der ZDF-Dokumentation, wie aus einem armseligen Fischerdorf die Vorzeige-Kolonie wurde: 1910 lebten dort 3.500 Deutsche. Zahlreiche deutsche Firmen siedelten sich an, um von dort aus ihren Handel mit China anzukurbeln. Aufnahmen eines deutschen Hobby-Fotografen zeigen die Anfänge der Stadt. Die Bilder waren jahrzehntelang verschollen und sind nun erstmals in einer TV-Dokumentation zu sehen. Gleiches gilt für Ausschnitte aus einem Amateurfilm über den Alltag der Deutschen in Tsingtau. 1914 ging die deutsche Zeit in Tsingtau zu Ende. Japanische Truppen eroberten die Stadt. Die deutschen Kaufleute mussten die Stadt verlassen. Einige kehrten in den Zwanzigerjahren zurück. Heute sind wieder etliche deutsche Unternehmen in der früheren Kolonie vertreten. Es lockt - wie damals - der große chinesische Markt. Die von den Deutschen erbaute Altstadt ist erhalten geblieben. Im früheren Amtssitz des Gouverneurs sitzt die Stadtregierung, die evangelische Christuskirche ähnelt einer norddeutschen Dorfkirche und der Bahnhof einer Ritterburg. Er war Ausgangspunkt einer Zugverbindung, die ab 1910 über Peking durch Nordchina, die Mongolei und Russland nach Berlin führte. Im Speisewagen wurde 'Holsteiner Schnitzel' serviert. Vor der Besetzung Tsingtaus durch deutsche Marinesoldaten hatten bereits andere europäische Staaten sowie Japan und Amerika große Gebiete Chinas an sich gerissen. Eine fremdenfeindliche Sekte, 'Boxer' genannt, versuchte vergeblich, die Ausländer aus China zu vertreiben. Vielmehr beschleunigte der sogenannte 'Boxer-Aufstand' in Peking den Niedergang der Qing-Dynastie. Diese Demütigungen durch fremde Mächte und der Sturz des Landes in bittere Armut haben in China lange nachgewirkt. Mit dem Aufstieg zur wirtschaftlichen Weltmacht beginnt China, dieses Trauma zu überwinden.

04:45 Jaffa - Geschichten aus der ältesten Hafenstadt der Welt
Doku Jaffa ist eine uralte, heute israelische, Stadt. Es ist kaum zu beschreiben, wer sie alles erobert und verloren hat. Vor allem wegen ihres Hafens, dessen Geschichte 4.000 Jahre zurückreicht. Wo er einmal lag, versuchen Archäologen herauszufinden. Auf jeden Fall nicht dort, wo heute ein munterer, etwas heruntergekommener Segel- und Fischerhafen hinter einer Mole liegt. Oberhalb steht der alte Leuchtturm. Vor seiner Zeit diente das Minarett der Muhammadiya-Moschee den Schiffen als Wegweiser. Denn Jaffa war eine arabische Stadt und ist es zum Teil noch immer. So hört man mehrmals am Tag lautstark den Muezzin zum Gebet rufen, am Wochenende ertönen aber auch die Glocken der vielen Kirchen. Jaffa wurde gern als 'Hafen Jerusalems' bezeichnet, weil dort die Pilger ankamen. Deren Herbergen sind noch erhalten - prächtige, heute restaurierte Steinbauten, die wie eine Burg aufragen. Aus dieser Altstadt allerdings sind alle Araber vertrieben, sie ist heute eine etwas aseptische Ansammlung israelischer Ateliers und Restaurants. Die Geschichte der Vertreibung ist bitter und von den Arabern nicht vergessen. Sie leben jetzt rund um die Altstadt in ihren kleinen Läden und Wohnungen. Von ihren einst herrschaftlichen Villen sind nur noch wenige übrig. Trotzdem ist Jaffa eine sehr lebendige Stadt: Vor der von Familie Abulafia betriebenen Bäckerei, angeblich der besten Israels, stauen sich noch um Mitternacht die Autos. Gleich nebenan ist ein täglicher Floh- und Antikmarkt, dessen ursprüngliche Architektur aus der osmanischen Zeit sich langsam wieder aus den hässlichen Buden der Händler herausschält. In der Jaffa-Bar, in einer Seitengasse versteckt, gibt es Donnerstag nachts wilden Bauchtanz, und in einer restaurierten Zollhalle aus der britischen Mandatszeit hat das erste Taubblinden-Theater der Welt eröffnet. Der Film stellt Jaffa und Bewohner der Stadt vor, die versuchen, die christlichen, jüdischen und moslemischen Elemente zu bewahren.